Die Selbstentladung von LiFePO4-Zellen ist mit ca. 1 bis 3 % pro Monat extrem gering. Im Vergleich zu älteren Bleibatterien oder NiMH-Akkus halten sie ihre Ladung über Monate hinweg fast ohne Verluste.
In der Praxis müssen jedoch zwei grundlegend verschiedene Faktoren unterschieden werden:
- Reine Zell-Selbstentladung (chemisch)
- Verlust: Typischerweise 1–3 % der Kapazität im Monat bei Raumtemperatur.
- Verhalten: Die reine Zelle verliert kaum Energie. Die Spannungskurve bleibt im mittleren Bereich (zwischen 10 % und 90 % Ladung) extrem flach bei ca. 3,2 bis 3,3 Volt pro Zelle.
- Der "heimliche" Verbraucher: Das BMS
In fast jeder fertigen LiFePO4-Batterie ist ein Batteriemanagementsystem (BMS) verbaut.- Das BMS benötigt auch im Ruhezustand permanent etwas Strom (z. B. für die Spannungsüberwachung oder Bluetooth-Funktionen).
- Dieser Eigenverbrauch ist oft deutlich höher als die eigentliche Selbstentladung der Zellen. Je nach Hersteller kann das BMS den Akku über ein halbes Jahr spürbar entladen.
- Das BUS-System kann einen Schlafmodus verhindern bzw. die Batterie wieder aufwecken und einen ungewollten Verbrauch, auch über die BUS-Anbindung, erzeugen.
- Tipps für die Lagerung (z. B. Überwinterung)
- Ladestand (SoC): Lagern Sie den Akku am besten bei einem Ladezustand von 50 % bis 80 % (ca. 3,3 V Zellspannung). Vermeiden Sie es, ihn komplett voll (100 %) oder ganz leer über Monate stehenzulassen.
- Abklemmen: Trennen Sie die Batterie vollständig von allen externen Verbrauchern im Fahrzeug oder System.
- Kontrolle: Überprüfen Sie den Zustand der Batterie spätestens alle 6 Monate.


